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[ Inhalt ]Ausgabe #159 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Various "The Clash Tribute - Burning London"

Erinnerungen an die Last Gang In Town
(CD; Sony/Epic)

Drei einflußreiche Gruppen aus den 70er/80er Jahren, für deren Musik man sich bis heute nicht schämen muß? Talking Heads, XTC, The Clash. Tribute-Alben sind ja in den 90ern sehr beliebt geworden, "A Testimonial Dinner" hieß denn auch das Tribute to XTC, das Tribute to Talking Heads wird sicherlich bald folgen, hier und jetzt widmen wir uns aber der definitiv besten Gruppe seit Erfindung des Christentums: "I get down on my knees and thank Jesus for the Clash almost every night..." sagt z.B. Greg Dulli von Afghan Whigs, und um von den ganz Jungen nicht mißverstanden zu werden, die mit dem Namen The Clash rein gar nichts anfangen können, erklärt auch Nick Hexum von 311, warum er ein Clash-Fan ist: "It was an important milestone in my life because it was the first music that I liked that my parents hated..." So weit, so verständlich. Die große Überraschung des Projekts sind aber tatsächlich diese Versionen (mit einigen faden Ausnahmen wie "Lost In The Supermarket" von den Afghan Whigs – obwohl mit Topper Headon einer derer am Schlagzeug sitzt, denen hier Tribut gezollt wird! – und "Cheat" von Rancid), allen voran No Doubt und deren "Kill That Drummer!"-Version von "Hateful" und jene Version der amerikanischen Country-Truppe Cracker, die "White Riot" in einen exzellenten Country-Song mit einem Tüpferchen Punk ummodellierten. Silverchair mit "London's Burning" gemeinsam mit The Urge und dem Ausnahmesong "This Is Radio Clash" sorgten für den innigsten Tribut – rauh, Punk, ungefiltert, Punkier, wild, ungezügelt, exzessiv und am Punkiesten. Aus "Should I Stay Or Should I Go" (Ice Cube and Mack 10) wurde ein Rap, das berühmte Gitarrenriff gesampelt; die Indigo Girls klingen zwar wie immer gleich, aber "Clampdown" erweist sich als unzerstörbar. Kurios an der CD ist, daß zwölf Songs angeführt sind, tatsächlich aber noch drei weitere gelungene Cover-Versionen nach dem offiziellen Ende folgen, u.a. Moby feat. Heather Nova mit einem herrlichen "Straight To Hell". Was fehlt ist zweierlei: zum einen eine Cover-Version von "London Calling" (hat sich denn wirklich niemand getraut?), zum anderen die wenig bekannte "Spanish Bombs"-Interpretation von Rio Reiser, der ja sogar bei Sony unter Vertrag war. Für letzteres Versagen ein @ weniger. [mh: @@@@]



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