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[ Inhalt ]Ausgabe #260 vom ..
Rubrik Neu erschienen

The Blake Babies "God Bless The Blake Babies"

Indie-Pop – Vergangenheitsbewältigung? Wahre Freundschaft? Oder doch die große Liebe?
(CD; Blue Rose)

Es ist schon ein ganzes Weilchen her, da gab es diese große Ostküsten-Clique. Die Lemonheads gehörten dazu. Dinosaur Jr sowieso. Und eben The Blake Babies. College-Rock nannte man, was sie verband, und das ist nun wiederum ein ganzes Weilchen her. Mittlerweile haben Juliana Hatfield, Freda Love Smith und John Strohm ihren 30sten Geburtstag er- und überlebt. Und während Juliana und John sich nach Auflösung der Blake Babies im Jahre 1991 ihren Solo-Karrieren widmeten, zog sich Drummerin Freda Love ins Privatleben zurück...
Es war wohl eher eine Reihe glücklicher Umstände, die zu diesem Album führten, doch die Blake Babies sind wieder da und das ist gut so. Es ist eine (wen wundert's) sehr melancholische Platte geworden. Keineswegs lustig, aber man hört den Spaß an der Sache und das tiefe musikalische Verständnis untereinander, denn obwohl die drei sich eigentlich erst zu den Aufnahmen im Studio wieder trafen, klingen sie nach zehn Jahren Pause wie eine gewachsene Band. Der Opener "Disappear" knüpft dann auch gleich in feinster Manier an die alte Schrammel-Tradition an, doch danach geht's für meinen Geschmack leider etwas zu gemütlich weiter. Zumindest am Tempo der Songs ändert sich nur noch wenig und echte Überraschungen sucht man vergeblich. Bitte nicht falsch verstehen, das ist eine wirklich gute Platte, und Songs wie "Waiting For Heaven" oder "Baby Get's High" rechtfertigen den Kauf auf jeden Fall. Auch das wunderbar kitschige "What Did I Do" oder Johns "Invisible World" sind für sich klasse Nummern. Aber dennoch fehlt's irgendwo. Oder eben gerade nicht. Auf modernen Schnick-schnack wurde jedenfalls verzichtet. Bass, Gitarre, Schlagzeug, dazu mit John und Juliana zwei angenehme Stimmen, Freda darf auch mal singen, und mit ex-Lemonhead Evan Dando hat man sogar noch einen echten "Special Guest" mit am Tisch. So ist das eben, wenn man sich nach Jahren wiederbegegnet: Viel hat sich nicht verändert, doch irgendwie ist alles anders. Keine Platte die man haben muss, aber es ist schön, dabeisein zu dürfen! [sb: @@@]



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