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[ Inhalt ]Ausgabe #267 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Willy Schwarz "Home - Songs Of Immigrants, Refugees And Exiles"

Folk, Jazz, Singer/Songwriter – Zukunftsweisender Musikstilmix
(CD; Clearspot)

Seit 1999 ist eine CD häufiger Gast in meinem CD-Player: "Live For The Moment" von Willy Schwarz. Diese ungewöhnliche Klangmixtur aus allerlei Musikkulturen ist faszinierend, rasant und witzig und verlor bis dato nichts von ihrem Reiz.
Nun ist das gelungene Debüt nicht mehr alleine, Willy Schwarz veröffentlichte endlich seine zweite Solo-CD mit dem verheißungsvollen Titel "Home" und dem noch vielversprechenderen Untertitel "Songs Of Immigrants, Refugees And Exiles". Und, man kann eigentlich nicht euphorisch genug sein, dieses Album toppt noch das Debüt und stellt sich in die Reihe ganz großer Alben.
Die Stilvielfalt ist erneut gegeben, präsentiert sich allerdings noch reifer und sicherer, ohne die wichtigen Kanten zu verlieren. Schwarz spielt sich durch recht modern klingenden World-Beat ("Same Old World"), Tex-Mex ("Lavaplatos"), Jazz ("Wind In Our Sails"), indische ("Calcutta") und afrikanische ("Refugees") Einflüsse und komponierte mit "Italia" das italienischste Lied aller Zeiten.
Ganz wichtig sind die Texte, denn Willy Schwarz ist nicht nur Multiinstrumentalist, der an die 40 (!!) Instrumente beherrscht, sondern auch ein exzellenter Texter, der so nebenbei neunsprachig (!!) durchs Leben wandelt. So erinnern erfreulicherweise manche Textstellen an Tom Lehrer (z.B. in "Italia": "Italian soldiers don't kill or hate/ They lost a war with Ethiopia but their uniforms looked great"). Einzigartig auch die erste Zeile in der Eröffnungsnummer: "Half of humanity don't wear shoes/ and the rest hear about it on the evening news/ Me, I hear about it, too". Die Lieder handeln von Träumen und Sehnsüchten der im Untertitel benannten und lassen die Hörer an ihrem Leben teilhaben. Der Taxifahrer, der zunächst mal fragt "Where to, Mister? - Oh yeah/ that's an address I know" ("Taxi"), um danach über sein Leben in der für ihn fremden Stadt zu berichten, ähnlich, wie der mexikanische Flüchtling, der als Tellerwäscher arbeitet und eigentlich nur darauf wartet in der Lotterie zu gewinnen, denn dann "I'll never wash another plate here". Das Herzstück der CD ist das knapp 8-minütige "Refugees", das in sich bereits mehrere Lieder beinhaltet und von afrikanischem Chewa ins Englische wechselt und mit der leider antwortlosen Frage "How you gonna stop the wheels of hate/ That keep a-rollin' through this world?" den Schlussrefrain einleitet. "Home" ist Musik für die Zukunft. Intelligent, voller Ideen, aus dem Herzen kommend und schlicht und einfach in ergreifendster Weise sympathisch. Ein Pflichtalbum, darum: Buy it and enjoy! [mh: @@@@@]



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