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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #316 vom 21.10.2002
Rubrik Neu erschienen

Steve Earle "Jerusalem"

Moderner Roots-Rock – Steve Earle zeigt sich textlich noch engagierter als sonst und musikalisch äußerst abwechslungsreich
(CD; Epic)

Stück vier ist der erste Song auf Steve Earles neuer Platte, auf der der Mann aus Fort Monroe ein bisschen runter schraubt. Vorher geht es mit "Ashes To Ashes", "America V. 6.0" und "Conspiracy Theory" ziemlich zur Sache, musikalisch sehr modern, kein Country, höchstens ein bisschen Rootsrock, erfrischend anders, gut. Stück vier ist "John Walker's Blues", der Song mit dem Earle in den USA so manchen Zorn auf sich zog, hinterfragt er doch den Werdegang von John Walker Lindh, dem amerikanischen Taliban-Kämpfer. Er hinterfragt ihn, er heißt ihn nicht gut, aber er setzt sich damit auseinander und gibt so den Amerikanern eine Aufgabe mit auf den Weg.
Steve Earle beleuchtet gern die andere Seite der Medaille. Dieses Denken zieht sich durch sein Werk und besonders durch "Jerusalem", eine CD, die so kurz (37 Min.) wie kurzweilig ist. Dem rockigen Anfang folgen äußerst abwechslungsreiche weitere zwei Drittel, die den Bogen über das ganze Earle'sche Universum spannen: Von Country mit "The Kind" und "I Remember You", einem wunderbaren Duett mit Emmylou Harris über Border-Music ("What's A Simple Man Can Do?") und Riff-Rock ("Go Amanda") bis zu einem mal wieder fast Springsteen'esken Titeltrack am Schluss. "Jerusalem" ist nicht unbedingt die Platte, die beim ersten Hören überzeugt, aber wieder mal eine dieser tollen Scheiben, die bei häufigerem Hören wachsen, um dann den Player nicht mehr zu verlassen. [pb: @@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


URL: http://schallplattenmann.de/a109633


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http://schallplattenmann.de/artikel.html
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