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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #405 vom 27.09.2004
Rubrik Live - Musik spüren

Ron Sexsmith, 19.9.2004, Knust, Hamburg

Sexsmith rockt. Und wie. Das erwartet man eigentlich gar nicht von dem schüchternen Singer/Songwriter, der auf der Bühne wie ein Riesen-Baby wirkt und in Hamburg erst langsam auftaute. Aber bereits die ersten Akkorde ließen vermuten, dass er im tiefsten Inneren seiner Seele ein Punker ist. So wurden die Stücke des großartigen neuen Albums "Retriever" fast durchwegs in härteren Arrangement dargeboten: Bei "Imaginary Friends", "Not About To Lose" oder "From Now On" rockten Sexsmith und seine dreiköpfige Band (g, b, dr) richtig ab. Stolz erzählte er davon, dass "Whatever It Takes" sein erster Top-10-Hit in Kanada geworden ist. Verdient hatte er ihn längst, denn wer so große Songs wie "Gold In Them Hills" oder "Strawberry Blonde" geschrieben hat, die beim Hamburger Konzert zu den Highlights gehörten, der würde in einer gerechten Welt jede Hitparade anführen.
Sexsmith versuchte sich auch als Show-Man, setzte sich zuweilen an das elektronische Klavier und machte einen auf Beethoven: So spielen könne er zwar nicht, aber so dreinschauen und die Frisur passe auch. An den Tasten hielt er sich leidlich, sicherer und besser ist er an der Gitarre. Die Solo-Stücke nur an der Akustischen konnten zwar größtenteils nicht überzeugen, eines der Highlights war aber fast ein solches: "In A Flash", ursprünglich für Jeff Buckley geschrieben, widmete er nun auch Elliott Smith, Johnny Cash und anderen. Hier passte die Kombination Gitarre-Cello perfekt.
Zum Abschluss dann noch "Listen To What The Man Said", bei dem Ron stolz erzählte, dass McCartney selbst ihm die richtigen Akkorde gezeigt habe. Nun ja.
Vergessen wir nicht den Support. Sarah Slean aus Kanada, eine junge Singer/Songwriterin, die allein am Klavier das Publikum überzeugte. Sie erntete absolut zu recht viel Applaus und wurde zur Zugabe gebeten. Zwar wirkte sie allein etwas affektiert, aber mit Band (sie lieh sich für einen Song die von Sexsmith) war sie große Klasse. Schöne Stimme, schönes Klavierspiel, da kommt noch was. [hb]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


Permalink: http://schallplattenmann.de/a112319


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