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[ Inhalt ]Ausgabe #412 vom ..
Rubrik Feature

Status Yo!

HipHop-Film

"Der Film ist eine Badewanne voller Herzblut", soll Regisseur Till Hastreiter über seinen mit Laienschauspielern entstandenen Indie-Film gesagt haben. Das Blut pocht noch, man spürt die Authentizität und ist überrascht, wie gut die allesamt aus der Berliner HipHop-Szene stammenden Darsteller vor der Kamera agieren. Das ist zwar nicht das ganz große Kino (was es ohnehin nicht sein soll), aber großes Vergnügen. Das geht auch nicht ohne Längen, liefert aber beständig Witz und Lebensgefühl. Die in "Status Yo!" verwobenen Geschichten wirken trotz der notwendigen Dramatisierung realistisch. Deutsch-türkischer Liebesbeziehungsknatsch, Stress mit der Arbeit, der steinige Weg zum Musiker oder die Probleme einer Türkin der zweiten Generation mit den traditionellen Vorstellungen der Eltern sind eine gute Grundlage für jede Menge Beats und Raps, einmal sogar mit Blasmusik. Und eine der immer wieder gut inszenierten akrobatischen Breakdance-Einlagen wird sogar zur Kung-Fu-Film-Verarschung.
Der Vergleich mit "Trainspotting" ist so überhöht wie naheliegend. Natürlich ist er formal viel zu hoch gegriffen – ein überwiegend in Fronarbeit entstandener Low-Budget-Film wie "Status Yo!" spielt in einer anderen Kategorie. Aber wie das ausgezeichnete britische Vorbild spiegelt er das überzeugende Bild einer Szene. Klar sind nicht alle HipHoper so, aber diese schon – und viele andere tragen das gleiche Gefühl im Herz. Der Film sollte aber nicht nur sie, sondern auch Independents der verschiedensten Stilrichtungen vergnügen. [ms: @@@@]



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