Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ Inhalt ]Ausgabe #438 vom ..
Rubrik Frisch aus den Archiven

Marc Bolan / T. Rex "Born To Boogie - The Soundtrack Album"

Rexrock – Robin Hood & Johnny B. Goode
(2CD; Sanctuary)

1972 drehte Ringo Starr einen Rock'n'Roll-Film, der in der Hauptsache aus einem Konzertmitschnitt im Wembley Empire Pool mit der Top-Band jenes Jahres bestand: T. Rex. Aufgelockert durch surreale Vignetten in der Art von "Magical Mystery Tour" (dem TV-Film der Beatles) und einer Live-Session im Apple-Keller mit Elton John, Ringo Starr und T. Rex.
Bolans Band war ungewöhnlich. Neben einer gurrenden und Gitarre spielenden Elfe mit Korkenzieherlocken hatte sie einen gleichberechtigten Perkussionisten (Congas, Bongo) zu bieten und leistete sich als Rhythmusgruppe einen vorzüglichen Bass-Mann, der aus der Jazz-Ecke kam, sowie einen Drummer der keine Noten liest, aber das Zentrum dieses Sturms verkörperte. Wer die Band nur als Singles-Lieferant in Erinnerung hat, wird sich nach den ersten Tönen die Ohren reiben. Die Live-Saurier haben mit den Charts-Kletterern nur das Skelett gemein. Auf der Bühne gibts Fleisch: Robin Hood & Johnny B. Goode. Dazu halluzinierende Lyrik, ein Akustik-Set ("Spaceball Ricochet", "Cosmic Dancer") und knackigen Rock ("Jeepster", "Baby Strange"). Exkursionen, Eruptionen und Erektionen mit elektrischer Gitarre und Tambourine. "Hot Love", "Get It On", "Cadilac" oder "Telegram Sam" als wilde, bis zu 12-minütige Reisen durch die Rockgeschichte: Hendrix, Chuck Berry, Who, Donovan und freie Improvisation auf allen Spielgeräten.
Das bislang unveröffentlichte Soundtrack-Album enthält neben der kompletten Tonspur des Films auch ein (leider kurzes, aber sehr kluges) BBC-Interview mit Marc Bolan, sowie den Live-Mitschnitt vom März 1972 (plus "Cadilac", "Girl" und der Zugabe "Summertime Blues" – die im Film fehlen). Man kann mit dieser – auch klanglich einwandfreien – Doppel-CD auch ohne Bilder rundum glücklich werden, sollte dann aber niemals in die Nähe der DVD (dts und 5.1 Surround Sound) geraten. Dies wäre der Schritt vom Mini Cooper zum Bentley (siehe DVD-Besprechung). [gw: @@@@]



Permalink: http://schallplattenmann.de/a113264


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de