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[ Inhalt ]Ausgabe #501 vom ..
Rubrik Neu erschienen

M. Ward "Post-War"

Singer/Songwriter mit Indie-Pop-Appeal
(CD, LP; 4AD)

Es fängt schon gut an: "Poison Cup" ist ein hervorragender Einstieg für ein Album voller süßer Indie-Pop-Melodien, die immer wieder durch die leidende Stimme Wards durchbrochen werden. So ist "Post-War" ein würdiger Nachfolger des großartigen "Transistor Radio" geworden. Anders als zuvor klingt das Ganze aber wie das Produkt einer Band. Schließlich prägen nicht nur Gesang und Songwriting die Stimmung, sondern auch die Mitmusiker. Die Percussionisten Rachel Blumberg und Jordan Hudson setzen dabei im Doppelpack die spannendsten Akzente. Die zunächst leise Meditation "Requiem" wäre ohne Doppel-Percussion eine solche geblieben. So aber baut sich der Klangteppich ganz langsam auf, bis Ward von einem Freund erzählt, dessen "heart was stronger than a heavy metal bullet". Ausbruch. Krach pur – schöner Krach.
Weitere Unterstützung bekommt Ward neben seiner Tourband von Neko Case (Backgroundgesang bei "To Go Home"), Amanda Lawrence (Geige) und Mike Mogis (Produzent, u.a. Bright Eyes) – allesamt eine gute Wahl. Sie treiben den Hauptakteur weiter nach vorne. Das tut ihm gut. Aber: Neben dem neuen Ward verblasst der alte nicht. "Right In The Head" klingt wieder nach einem verstörten jungen Mann, der nicht so recht weiß, wo er hin soll. Die Welt der Kriege macht es ihm nicht leicht. Er erzählt mit brüchig-verzerrter Stimme: "I lived with many ghosts when I was younger" und versucht sie abzuschütteln. Mit einem entrückt wirkenden Gitarrensolo. So könnte das klappen.
"Post-War" ist zeitlos und zeitgemäß zugleich. Als Ganzes ist das fünfte wohl auch das beste Ward-Album geworden und lässt noch viel erwarten. [hb: @@@@]



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