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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #544 vom 23.07.2007
Rubrik Texte - lesen oder hören

Philip Pullman "Der Goldene Kompass"

Hörspiel – Einzigartiges Fantasy-Abenteuer mit Jürgen Thormann, Kelly Darboven uvm.
(11CD; GoyaLit)

Der siebte und letzte Band von Harry Potter, der gestern am 21.7.2007 erschien, ist ein Fest der Fantasy, präzise Prosa bildet das Vehikel fürs furiose Finale. Jetzt aber halten wir diese dicke blaue Pappschachtel in der Hand, elf CDs sind drin: die 13-stündige Hörspielversion von Philip Pullmans "Der Goldene Kompass". Und es ist klar, neben Harry gibt es doch noch mehr grandiose Fantasy, die gehört und hier vorgestellt werden muss.
Die kleine Lyra, eine Waise, wächst auf einem College in Oxford auf, umgeben von Wissenschaftlern und unter der strengen Obhut ihres vermeintlichen Onkels Asriel. Wie alle anderen in dieser Welt, hat auch Lyra einen Dämon um sich. Pantalaimon ist ein Wesen, das verschiedenste Tiergestalten annehmen kann und die Gefühle seines verbundenen Menschen nach außen hin zeigt. Lyra und Pantalaimon belauschen eines Abends eine Besprechung der Wissenschaftler mit ihrem Onkel. Sie hört von entführten Kindern, einem geheimnisvollen Staub und neuen Welten im Polargebiet. Am selben Abend vereitelt Lyra, dass der Schulleiter ihren Onkel vergiftet. Der kann sich retten, wird wenig später aber entführt. Und kaum, dass sie sich versieht, reist Lyra mit einem Bären durchs ewige Eis, um ihren Onkel und die entführten Kinder zu retten.
Nicht nur der Stoff ist anspruchsvoll und eigen, auch die Sprecher sind es: Der großartige Jürgen Thormann ist Erzähler, Kelly Darboven spricht die gewitzte Lyra, Jens Wawrczeck gibt den quirligen Dämon Pantalaimon, den gütigen John Faa bringt der bassige Dietmar Mues, den weisen Gänsedämon einer Hexe spricht der einzigartige Hermann Lause. Und noch zwanzig starke Stimmen mehr müsste ich nennen.
Da die Verfilmung von "Der Goldene Kompass" (das nur der erste Teil einer Trilogie ist) bald in unsere Kinos kommt, gibt es Konkurrenzdruck auf dem Hörbuchmarkt: Im Oktober erscheint eine vollständige Lesung desselben Buchs von Rufus Beck, dem virtuosen Interpreten der Harry-Potter-Bücher. Womit wir Harry wieder nicht entkommen sind.
Fazit: Wer neben Harry auch Eoin Colfers "Artemis Fowl" huldigt, sich aus dem "Otherland" von Tad Williams nicht mehr ausloggen kann und wer Kai Meyers "Seide und Schwert" nicht mehr ablegen will, der greife hier unbedingt zu. [vw: @@@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a116065


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