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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #572 vom 25.02.2008
Rubrik Neu erschienen

Francesco Tristano "Not For Piano"

Electronica'n'Jazz'n'Klassik – Atemberaubend wie Franz Liszt, hitzig wie Aki Takase
(CD; Discograph)

Francesco Tristano Schlimé spielt atemberaubend wie vermutlich einst der Klaviervirtuose Franz Liszt. Dem sanken vor 150 Jahren bei Solokonzerten die Damen ohnmächtig vom Fauteuil. Tristanos jazzige Improvisationen erinnern dabei weniger an den Romantik-Virtuosen als eher an die hitzig-hämmernde Aki Takase. Vor allem hier, auf seinem neuen Album "Not For Piano".
Dass es hier so rhythmisch hämmert, liegt nur indirekt an den kleinen rhythmischen Zellen, die der klassische Minimalismus in den 1960er Jahren geprägt hat. Denn diese kleinen rhythmischen Zellen sind später, Ende der 1980er Jahre, zu Urzellen des Techno mutiert. Und einige dieser Techno-Tracks spielt Francesco Tristano auf dem Flügel, solo, nur hier und da mit kleinen Stippen von Percussion oder Ambient-Sounds oder einem fernen Cello-Stakkato garniert.
So spielt Tristano zum Beispiel "Strings Of Life" vom Detroiter Techno-Produzenten Derrick May. Oder "The Bells" von Jeff Mills aus Detroit. Der Track "Andover" ist immerhin inspiriert von einem Track der Glasgower Electronica-Band Autechre.
Alle zehn Tracks zusammen – vom Aki Takase typischen "Hello" bis zum wilden Ambient-Gebräu in "Two Minds One Sound" – führen uns in eine faszinierende Zehn-Finger-Welt, die Electronica-Strukturen mit Jazz und Klassik vermengt. Soll der Luxemburger Francesco Tristano Schlimé doch seinen Bach spielen... "Not For Piano" finde ich reizvoller. [vw: @@@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a116746


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