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[ Inhalt ]Ausgabe #606 vom ..
Rubrik Kolumne

Quelle: http://www.claudiomilano.it

Nichelodeon "Cinemanemico"

Anti-Pop/Avantgarde – Elektro-akustische "anti/pop experience"
(CD; Selbstverlag)

Aus Italien erreicht mich eine der radikalsten und interessantesten Avantgarde-Veröffentlichungen der letzten Monate: Nichelodeon [sprich 'Nickelodeon', das 'ch' klingt im Italienischen wie 'k'] ist die Formation um den Sänger extraordinaire Claudio Milano mit alten Bekannten der italienischen Szene: Riccardo Di Paola, einem Avant/Jazz-Musiker (synth) und allen voran Francesco Zago (g) und Maurizio Fasoli (p) von Yugen, einer Band, die 2007 mit ihrem Debüt "Labirinto d'acqua" für Aufsehen sorgte.
Im Mittelpunkt des live eingespielten Debüts "Cinemanemico" (zu Deutsch etwa 'Feindliches Kino') steht natürlich Milanos beeindruckende Stimme, die neben einem außergewöhnlichen Stimmumfang mindestens ebenso variantenreich im Ausdruck ist. Milano fleht, flüstert, wispert, schreit, singt, bedroht, verführt, beweint und das elektro-akustische Ensemble unterstreicht mit wenigen Pinselstrichen die Kompositionen, die zum Großteil aus der Feder Milanos stammen, mit Ausnahme der wundervollen Händel-Arie "Lascia ch'io pianga" und zweier kleiner Intermezzi aus Francesco Zagos Feder. Trotz der zum Teil intensiven Lyrics, die Milano vorträgt, wirkt das Album wegen des expressiven Gesangs gewiss auch bei Nicht-Italophilen; Nichelodeon ist schließlich alles andere als eine Singer/Songwriter-Truppe, sondern eine Band – eine Band, für die man nur schwer Kategorien finden kann. Es ist, als ob man den experimentellen Gesang eines Tim Buckley mit den psychedelischen Soundscapes von Robert Fripp und den Klanglandschaften Brian Enos gepaart hätte. Das Ergebnis ist hypnotisch, absolut einzigartig und wirklich entdeckenswert, wenn man Musik jenseits der üblichen Schemata zu schätzen weiß.
"Cinemanemico" ist derzeit exklusiv auf der Website des Sängers erhältlich. [sal: @@@@]



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