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[ Inhalt ]Ausgabe #609 vom ..
Rubrik Kolumne

Martin Orford "The Old Road"

AOR – Ein müdes Album auf alten, eingefahrenen Wegen
(CD; GEP)

Bis vor kurzem war Martin Orford der fleißige Keyboarder der NeoProg-Formation IQ, außerdem Produzent, Förderer und Sideman alter Prog-Recken wie John Wetton und vielversprechender Newcomer wie Steve Thorne, zudem gelegentlich Solo-Künstler. Mittlerweile hat er sich weitgehend aus dem Musik-Business zurückgezogen und so ist es gut möglich, dass dies sein letztes Solo-Album ist. Orford spart nicht mit Kritik an der Internet-Mentalität, die durch das massive Downloaden seiner Musik seine Arbeit unrentabel gemacht hat, weil immer weniger Fans bereit sind für ein Album zu bezahlen und es stattdessen bei den einschlägigen Quellen downloaden. Ein letztes Mal, so scheint es, wollte Orford seine Lieblingsmusiker zu einer Produktion zusammentrommeln, um noch einmal ein 'altmodisches' Rock-Album zu produzieren.
Das Ergebnis "The Old Road" liegt nun vor und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Zum einen wollen die allzu gefälligen, stark am Mainstream-Rock ausgerichteten Kompositionen zum größten Teil bei mir überhaupt nicht zünden, zum anderen hat man permanent den Eindruck, dass der großartige Musiker Orford nur noch halbherzig bei der Sache war und mehr an der Zusammenarbeit mit seinen Freunden und Weggefährten interessiert war als an den Ergebnissen. Diese klingen dann größtenteils alles andere als überzeugend; das Album wirkt auf mich inhomogen und wenn gar John Wetton singt, rutscht das Niveau bedenklich weit nach unten und klingt ähnlich schrecklich, wie die unlängst erschienene Asia-Reunion-Scheibe "Phoenix". Lediglich Steve Thorne sorgt mit seinem Vocal-Beitrag "Out In The Darkness" für ein echtes Highlight auf dem Album, der Rest ist im Durchschnitt sehr gut gespielter, solider Mainstream, den man schnell zur Seite legt. Für einen versöhnlichen Abschluss reicht es, leider nicht für mehr. [sal: @@]



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