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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #615 vom 02.02.2009
Rubrik Neu erschienen

Tingvall Trio "Norr"

Ja, es gibt zu viele Jazz-Trios, aber...
(CD; Skip)

Für das Tingvall Trio müssten wir eigentlich eine neue Rubrik einrichten: Gefunden, ohne vorher irgendwas verloren zu haben. Nachdem seit einiger Zeit Jazz-Trios schneller als kulleräugige Sängerinnen aus dem Boden schießen, habe ich einfach den Überblick verloren und wie ich jetzt bemerkt habe, auch einige großartige verpasst. Erst vor kurzem bin ich in einem Online-Artikel über das Tingvall Trio gestolpert und habe mich zum Reinhören auf der Homepage verleiten lassen.
Zum Glück: Sowohl das Debüt "Skagerrak" (2006), wie auch die aktuelle Platte "Norr" (2008) sind absolut lohnenswert. Namensgeber und Pianist Martin Tingvall war schon mit Udo Lindenberg auf Tour und hat für dessen neues Album ein paar Songs geschrieben, aber zu wahrer Größe läuft er mit Omar Rodriguez Calvo (double-b) und Jürgen Spiegel (dr) auf. Das Ergebnis umschreibt man am Besten mit Jazz, aber auf dem Weg dahin klingeln die Drei an vielen Türen. Lustvoll leben sie auch ihre Vorliebe für Rock aus, was sich aber weniger in lauten Gitarren (wie auch...), als in einer mächtigen Dynamik widerspiegelt. Egal ob verspielt ("Mjau") oder wuchtig wie in "Trolldans" – das Tingvall Trio schafft den Spagat zwischen eingängigen Hooks und verfrickeltem Können und gießt beides in wunderbare Songs. Dass diese so direkt und unverkopft klingen, mag auch daran liegen, dass das Trio für beide Alben nicht länger als drei Tage im Studio war. Wer sich gerne mal das Neil Cowley Trio oder das Avishai Cohen Trio um die Ohren schlägt, sollte hier auch genau hinhören. [dmm: @@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a117726


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