Hinweis: Ihr Browser unterstützt nicht alle grundlegenden Web-Standards, und deshalb sehen Sie diesen Hinweis und das Layout nur in Auszügen. Bitte verwenden Sie einen aktuelleren Browser.

Keine Anzeige
LogoSeit 1996: Aktuell und unabhängig!

[ Inhalt ]Ausgabe #615 vom ..
Rubrik Kolumne

Keith Emerson · Marc Bonilla · Glenn Hughes "Boys Club - Live from California"

Classic Rock – Alte Männer rocken (Live 1998)
(CD; Edel)

Vielleicht wäre diese CD nie veröffentlicht worden, hätte die im letzten Jahr erschienene Scheibe der Keith Emerson Band nicht einen Gewissen Erfolg bei den Fans gehabt und ein bisschen Wohlwollen bei den Kritikern erhalten. So wurde in den Archiven gekramt und zu Tage förderte man diese Live-Aufnahmen aus dem Jahre 1998 mit einer All-Star-Band: Keith Emerson (keyb), Glenn Hughes (ex-Deep Purple/Black Sabbath, voc) und Marc Bonilla (g) mit illustren Sidemen. Das klingt gar nicht übel, aber wie so oft, wenn sich große Musiker zusammentun, versagen sie auf der ganzen Linie. Shit happens...
Die Band spielt eine schwülstige, unausgegorene Mischung aus Classic Rock, Rock'n'Roll, Hardrock-Passagen und Progressive Rock à la Emerson. Die Vocals von Glenn Hughes jodeln sich durch eine Setlist, die einfach nicht seinem Naturell entsprechen; Keith Emerson nervt wie eh und je mit nahezu unerträglich penetranten Keyboard-Parts und – noch schlimmer – mit uncoolem Honky-Tonk-Piano; Marc Bonilla, Schüler von Joe Satriani, nudelt sich durch alle ausgelutschten Gitarrensolo-Klischees dieser Welt (und ist dennoch der harmloseste der drei Haupttäter). Die Neukompositionen sind belanglos und kaum gehört, schon vergessen; die Cover-Versionen ("Long Journey Home", "Hoedown", "Nutrocker", "Tarkus", "A Whiter Shade of Pale" und "Dreams") sind teilweise eine echte Zumutung: Ich habe noch nie eine schlechtere, unangebrachtere Version von "A Whiter Shade Of Pale" gehört und die aufgeblasene "Tarkus"-Fassung (eine ELP-Nummer und dann auch noch aufgeblasener! Sic!) sind schlichtweg grauenvoll.
Wollte man hiermit wirklich die "kleine Emerson-Flamme" des letzten Jahres noch ein wenig schüren? Nun, mit dieser Veröffentlichung hat man dem ohnehin angeknacksten Ruf Emersons keinen Gefallen erwiesen. [sal: @]



Permalink: http://schallplattenmann.de/a117741


(cc) 1996-2016 Einige Rechte vorbehalten. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/.

http://schallplattenmann.de/artikel.html
Sprung zum Beginn der Seite

Suche im Archiv

Suche bei Amazon.de