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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #620 vom 09.03.2009
Rubrik Kolumne, Artikelreihe Sal's Prog Corner #78

Pure Reason Revolution "Amor Vincit Omnia"

Pop/Progressive Rock – Der Fluch des zweiten Albums
(CD; Superball)

Ihr Debütalbum "The Dark Third" (2007) gehörte für mich zu den lockersten, unverkrampftesten Alben der letzten Jahre. Endlich mal ein Album, dass der Fan seinen Freunden und Kollegen vorspielen konnte, ohne ein mitleidiges Augenverdrehen zu ernten. Entsprechend optimistisch war ich dann auch für das Folgealbum: Die Band schien genügend unverkrampfte Energie zu haben, um mich mit psychedelischen Klängen und schönem Chorgesang ein zweites Mal zu verzaubern. Ein etwas voreiliger Schluss, wie mir schnell klar werden sollte, als ich "Amor Vincit Omnia" ein paar Mal gehört hatte.
Sicher, der charakteristische Chorgesang ist immer noch da, doch anstatt ihn mit psychedelischen Klängen, wabernden Keyboards und verzwirbelten Sounds zu vermengen, klingen Pure Reason Revolution auf ihrem zweiten Album über weite Strecken wie eine Achtziger-Revival-Band. Wurden sie beim Debüt noch als 'fehlendes Bindeglied zwischen dem 21. Jahrhundert und Pink Floyd' gefeiert, so klingen sie heute eher wie das 'fehlende Bindeglied zwischen Human League (oder anderen irrelevanten Synthie-Pop-Bands) und einem Anfängerkurs für E-Gitarre': Man addiere eine schrammelnde E-Gitarre zum Plastik-Sound der Achtziger, füge ein paar altmodische Chöre hinzu (die dann auch noch unfreulicherweise im Soundbrei schnell untergehen) et voilà: Fertig ist das neue PRR-Album.
So gut "The Dark Third" war, so schlecht ist "Amor Vincit Omnia" geworden. Das bisher enttäuschendste Album des Jahres. [sal: @]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a117859


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