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[ << | Inhalt ]Ausgabe #651 vom 09.11.2009
Rubrik Kolumne, Artikelreihe Sal's Prog Corner #84

Transatlantic "The Whirlwind"

Retroprog – Die Supergruppe des Progs ist wieder am Start... und kocht auch nur mit Wasser
(CD, 2CD,2CD+DVD; InsideOut)

Als sich Transatlantic im Jahr 2000 aus Mitgliedern von Spock's Beard (Neal Morse, voc, keyb, g), The Flower Kings (Roine Stolt, g, voc), Marillion (Pete Trewavas, b) und Dream Theater (Mike Portnoy, dr) formierten und mit "SMPTe" debütierten, war die Begeisterung in der Prog-Szene groß. Auch der rückblickend vielleicht sogar etwas besser geratene Zweitling "Bridge Across Forever" (2001) kam sehr gut an; die Tourneen durch die USA und Europa waren erfolgreich und die sukzessive veröffentlichten Live-Dokumente belegten, dass die Band ihre Musik, zusammengesetzt aus dem Sound des klassischen Progs der 1970er und veränderlichen Anteilen Bombast, Beatles, Flower Power, Metal und Kitsch auch live nahezu 1:1 umsetzen konnte. Dann fand Neal Morse seinen Weg zu Gott, verließ Spock's Beard und löste im Vorbeigehen Transatlantic auf, um sich fortan der christlichen Missionierung durch Prog zu widmen. Die Folge war eine wenig erfreuliche musikalische Degeneration des Haupt-Songswriters von Transatlantic.
Nach länger Zeit traf sich im Frühjahr 2009 der nach wie vor geläuterte Morse mit seinen Mitstreitern und sie nahmen ihr (von den Fans herbeigesehntes?) drittes Studioalbum "The Whirlwind" auf, das aus einer einzigen 77-minütigen Suite besteht; Bescheidenheit war niemals die Stärke des Progressive Rock. Und wie klingt "The Whirlwind" nun? Nun, wen wundert's, es klingt nach den ersten beiden Alben. Im Vergleich zu den letzten Solo-Outputs von Neal Morse fallen immerhin die nicht penetrant missionierenden Texte positiv auf. Überhaupt: Ich habe überraschend wenig Probleme mit Neal Morse auf diesem Album (von dem man halt musikalisch immer das bekommt, was man von ihm ohnehin schon kennt). Wenn es einen Schwachpunkt auf dem Album gibt, dann ist es das trockene und gefühllose, ungroovige Geholze – pardon, Drumming – von Mike Portnoy. So ist es halt nur ein solides Retroprog-Album mit einigen Highlights und augenzwinkernden Zitaten aus der Prog-Historie sowie einem unsensiblen Drummer. "The Whirlwind" ist kein Super-Album einer Supergruppe, aber gut gemachter, gut hörbarer Mainstream-Retroprog: Und das ist ehrlich gesagt mehr, als ich erwartet hatte. [sal: @@@]


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


Permalink: http://schallplattenmann.de/a118506


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