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[ Inhalt ]Ausgabe #665 vom ..
Rubrik Neu erschienen

The Chieftains feat. Ry Cooder "San Patricio"

World – Irish Folk trifft Mariachi vor historischem Hintergrund
(CD; Concord)

Mit Chieftains-Kopf Paddy Moloney und Ry Cooder haben sich zwei Musikhistoriker und Grenzgänger nicht erst suchen, sondern zwangsläufig finden müssen. Nach ersten Kollaborationen Mitte der 1990er Jahre (für die Grammy-dekorierten Alben "Long Black Veil", 1995, und "Santiago", 1996) ergab sich knapp 15 Jahre später eine weitere Gelegenheit anlässlich Moloneys jüngstem Vorhaben, ein fast vergessenes Kapitel der amerikanischen Geschichte musikalisch näher zu beleuchten: Die des überwiegend irisch-stämmigen San Patricio Batallions, das während des amerikanisch-mexikanischen Krieges 1846-48 die Fronten wechselte – sei es wegen der Diskriminierung durch protestantische U.S.-Offiziere oder ganz simpel aus pekuniären Gründen – und gemeinsam mit den katholischen Glaubensbrüdern aus Mexiko um Texas kämpfte.
Paddy Moloney (Uilleann Pipes, Tin Whistle) erweist sich einmal mehr als regelrechter 'Spürhund', der irisch-keltische Wurzeln auch in den scheinbar entlegensten Musikkulturen wittert und treffsicher zutage fördert; in Ry Cooder fand er den kongenialen Experten in Sachen Tex-Mex/Border Music und deren Einflüsse, die bis in seine Heimat Los Angeles reichen. Illustre Gäste wie Lila Downs, Linda Ronstadt, Chavela Vargas, die Ensembles Los Camperos de Valles, Los Cenzontles, Los Folkloristas, Los Tigres del Norte, der Galizier Carlos Núñez, Schauspieler Liam Neeson, Moya Brennan und Van Dyke Parks tragen zu dem crosskulturellen Musikprojekt bei, das sich – erwartungsgemäß kunstvoll und versiert umgesetzt – mit den Berührungspunkten zwischen Irish Folk und Mariachi auseinandersetzt. Wo in den Geschichtsbüchern höchstens Platz für die schwarz-weiße Betrachtungsweise 'Verräter für die Einen, Helden für die Anderen' bleibt, werden in der hier ausgegrabenen und versammelten Musik persönliche Schattierungen lebendig. Paddy Moloney: »In diesen Geschichten geht es weniger um Schlachten und Grenzen, als vielmehr um um so zeitlose Themen wie Liebe, Verlust und Träume von besseren Zeiten.« [bs: @@@]



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