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[ Inhalt ]Ausgabe #669 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Jakob Dylan "Women + Country"

Singer/Songwriter – grandios mit Damen
(CD; Sony)

Nein, dieses Album hätte ich Jakob Dylan nicht zugetraut. Bisher konnte er mich bei weitem nicht so packen wie mit diesem neuen Werk über Frauen und Land. Denn sowohl die Alben der Wallflowers, als auch seinen von Rick Rubin produzierten, ersten Solo-Versuch "Seeing Things" (2008) fand ich eher belanglos. Sie gingen an mir vorbei.
"Women + Country" ist das glatte Gegenstück. Dylan schafft eine Atmosphäre, die mich von vorne bis hinten packt. Mal düster und getragen, mal treibender Country-Rock, mal auf das Westentliche beschränkter Singer/Songwriter-Sound. T-Bone Burnett hat als Produzent ganze Arbeit geleistet, Dylan singt begleitet von den Damen im Hintergrund formidabel. Neko Case und Kelly Hogan steuern mit ihrem zurückhaltenden, aber immer treffend eingesetzten Gesang das bei, was aus einem guten ein sehr gutes Album macht, das (bislang) mit jedem Hören gewachsen ist. Das Highlight für mich: "Everybody's Hurting" – ein tiefgehendes Duett von Dylan und Case, das in gewisser Sentimentalität und Schwere über die Probleme der Welt nachdenkt. Auch der erste Titel "Nothing But The Whole Wide World" gehört zu den Stücken, die dieses Album zu einem besonderen machen. Ganz unaufdringlich, geradezu beiläufig philosophiert Jakob Dylan über die wichtigen Dinge des Lebens und es gelingt ihm zudem, einen Ohrwurm zu schaffen, der nicht nervt. Und das ist schon eine Kunst für sich.
Jakob Dylan ist auf diesem Album mit elf guten Stücken zur Hochform aufgelaufen. Vermutlich vor allem deshalb, weil er nicht offenkundig versucht hat einen großen Wurf zu liefern. Die guten Songs tragen ihn, führen ihn trotz aller getragenen und melancholischen Stimmung, die sich über viele Stücke des Album zieht, dennoch spielerisch zu einem großen Werk. [hb: @@@@]



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