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[ << | Inhalt ]Ausgabe #722 vom 30.01.2012
Rubrik Frisch aus den Archiven

Paul Simon "Songwriter"

Singer/Songwriter – Paul Simons persönliche Retrospektive zum 70. Geburtstag
(2CD; Columbia)

Über den Sinn und Unsinn von "Best-of"-Samplern, speziell jenen, die in der Vorweihnachtszeit erscheinen, könnte man einiges schreiben, oft mehr als über die Alben selbst. Doch wenn ein so arrivierter Künstler wie Paul Simon sich anlässlich seines 70. Geburtstags (am 13.10.2011) selbst solch eine Zusammenstellung widmet, dann sollte man schon etwas genauer hinschauen. Die im Oktober 2011 erschienene Doppel-CD "Songwriter" will, das legt der Titel nahe, Paul Simon vor allem als Songwriter und weniger als Sänger oder Musiker charakterisieren. Als ob man darauf noch hinweisen müsste! Denn bei allem Respekt vor Simons respektabler Gitarrentechnik und seiner Stimme, Paul Simon war selbstredend in der öffentlichen Wahrnehmung immer zuerst ein Songwriter.
Das Doppelalbum fasst Simons Songwriting von den Zeiten als Kreativkopf bei Simon & Garfunkel bis zu seinem letzten Soloalbum "So Beautiful Or So What" (2011) zusammen. Raritäten findet man auf "Songwriter" wenige. Immerhin enthält das Album eine schöne, bis dato unveröffentlichte Live-Fassung von "The Sound Of Silence" (2011), die rare Soundtrack-Version von "Father And Daughter" (2002) und eine kuriosen Aufnahme von "Bridge Over Troubled Water" von Aretha Franklin (1971). Allerdings sind keine Aufnahmen mit Art Garfunkel dabei. Insgesamt sind 32 Songs auf dem Doppelalbum, darunter fehlen überraschenderweise einige echte Klassiker aus seinem Repertoire ("Me And Julio Down By The Schoolyard", "50 Ways To Leave Your Lover", "One Trick Pony", "You Can Call Me Al"), dafür findet man erstaunlich viele späte Kompositionen.
Kann man auch so machen, keine Frage, aber so ganz überzeugt mich Simons persönliche Songauswahl dann doch nicht. Vielleicht, weil es wirklich genügend andere ähnlich geartete Zusammenstellungen seiner Musik gibt, vielleicht auch, weil ich glaube, dass letzten Endes keine Zusammenstellung seinem Können gerecht werden kann. Immerhin: Das Booklet ist mit schönen Bildern und einem lesenswerten Kurz-Essay von Tom Moon über Simon versehen. Ob das allerdings Grund genug ist, sich diesen Sampler (und nicht lieber seine regulären Alben) zuzulegen, mag jeder für sich selbst entscheiden. [sal]


URL: http://schallplattenmann.de/a119839


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