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[ Inhalt ]Ausgabe #550 vom ..
Rubrik Neu erschienen

Cowboy Junkies "At The End Of Paths Taken"

Alternative Rock – Der melancholische Soul von Ontario
(CD; Cooking Vinyl)

Angeblich soll der Weg das Ziel sein, aber heutzutage will erst einmal ein gangbarer Weg durchs Leben gefunden werden, Ziel hin, Ziel her, und manche Pfade führen auch wie selbstverständlich in eine Sackgasse. Mit eben so einer Sucharbeit beschäftigen sich die Cowboy Junkies aus Toronto seit den späten achtziger Jahren und setzen wie bereits auf früheren Alben – und nach wie vor abseits jeweiliger musikalischer Trend-Moden – mehr auf feinsinnige Seitenhiebe denn auf abgedroschene Weisheiten.
Auf "At The End Of Paths Taken" geht es ihnen um neue Anfänge und um Bindungen zu anderen Menschen. Wenn man so will wechseln die Cowboy Junkies hier auch ihre Perspektive: Von der Makrowelt des Albums "Early 21st Century Blues" zur Mikrowelt des Zwischenmenschlichen. Das zentrale Thema dieser elf neuen Songs ist die Familie und handelt davon, wie eine Generation die nachfolgende prägt bzw. von der Kontinuität, die sich daraus ergibt. "At The End Of Paths Taken" erzählt aber auch die Geschichte der Band um die Geschwister Margo Timmins (voc), Michael Timmins (g), Peter Timmins (dr) sowie Alan Anton (b) – die vor beinahe 20 Jahren mit den legendären Aufnahmen in der Church Of Holy Trinity ("The Trinity Session") begann – und von den Pfaden, die die Cowboy Junkies seitdem gegangen sind, um zu werden was sie heute sind.
Die CD ohne einen einzigen schwachen Moment eröffnet mit "Brand New World", in welchem die Kanadier mit einem Streichorchester rocken, und schließt bei "My Only Guarantee (I Will Fuck You Up)" mit Kinderchor plus Piano. Dazwischen zeitlose Toronto-Melancholie, Margos unvergessliche Gänsehautstimme und die perfekte Mischung von verzerrten Gitarren und der wiederentdeckten Langsamkeit. Lieder wie ein langer schläfriger Regentag im kuscheligen Bett. Someday soon, it doesn't really matter anyway. [gw: @@@@]



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