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[ << | Inhalt | >> ]Ausgabe #707 vom 04.04.2011
Rubrik Kolumne, Artikelreihe Sal's Prog Corner #93

Quelle: http://gonzomultimedia.co.uk/

Yes "Union Live"

Progressive – Nach 20 Jahren endlich veröffentlicht: Yes 1991 live auf der Union-Tour (1991)
(2DVD+2CD; Gonzo Multimedia)

Früher war alles besser. Auch die abgehalfterten Bands. Als ich 1991 Yes auf ihrer "Union"-Tour in der Kölner Sporthalle sah, hielt ich das Konzert für einen nicht zu überbietenden Höhepunkt. Da standen auf der Bühne vereint die zwei historisch wichtigen Besetzungen meiner damaligen Lieblingsband Yes, die 'Yes Classics'-Besetzung der 1970er der großen Prog-Alben wie "Close To The Edge" und "Fragile" und die sogenannte 'Yes West'-Besetzung der großen Charterfolge à la "Owner Of A Lonely Heart" vom Erfolgsalbum "90.125" aus den 1980ern. Trotz des etwas lahm zusammengeschusterten Albums "Union" (1991) lieferten die acht Musiker in der Doppel-Besetzung (Jon Anderson - voc, Bill Bruford - dr, Steve Howe - g, Rick Wakeman - keyb, Tony Kaye - keyb, Trevor Rabin - g, Chris Squire - b, Alan White - dr) eine spektakuläre Show ab, die das Beste beider Yes-Welten erfolgreich vereinte. Ich gab damals Unsummen für ein mittelmäßiges Bootleg der Tournee aus, nur um die Highlights des Konzerts wieder erleben zu können. Ein offizielles Live-Album blieb aus, wie so oft bei Yes, und die Achter-Besetzung zerfiel bald nach der Tournee wieder und führte zur x-ten Umbesetzung und einige Jahre später zum Rohrkrepierer "Talk" (1994).
20 Jahre später erscheint endlich ein wunderschön aufgemachtes 2DVD+2CD-Set der Tournee mit dem professionell gefilmten Mitschnitt eines Konzerts vom August 1991 (nur drei Monate nach 'meinem' Konzert in Köln), dem selben Konzert auf zwei Audio-CDs und einer Bonus-DVD mit 'Bootleg-Videos' von zwei Konzerten, dazu jede Menge schöner Schnickschnack in einer schön gestalteten Box. Viel Material einer historischen Tour, allein: So recht will der Funke nicht mehr so ganz überspringen. Sicher, die "Union"-Tour war deutlich besser als das nichtssagende Album, aber wenn ich genau hinhöre, dann kann ich die Lustlosigkeit, die Unausgewogenheit, das Unverständnis der Musiker untereinander deutlich heraushören. Die sehr auf Solo-Passagen bedachte Setlist (ich hatte in Köln deutlich mehr 'Band-Stücke' zu hören bekommen) tut da ihr übriges, dennoch: "Union Live" kommt zwar 20 Jahre zu spät und zeigt Yes bestimmt nicht auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, ist aber dank der schönen Ausstattung und dank der Seltenheit des Materials die Investition wert; besser als zahlreiche andere sinnlose Yes-Live-Veröffentlichungen der letzten Jahre ist sie allemal. Und wenn sie dann am Ende "Awaken" zelebrieren, ist es fast so schön wie damals, vor 20 Jahren.
Das Set gibt es exklusiv auf der Seite des Labels Gonzo Multimedia. [sal: @@@@]


Verweise auf diesen Artikel aus späteren Ausgaben:


@@@@@ - potentieller Meilenstein: Starlight
@@@@ - definitives Highlight: Highlight
@@@ - erfreuliche Delikatesse: Delight
@@ - solides Handwerk: Solidlight
@ - verzichtbarer Ausschuss: Nolight


URL: http://schallplattenmann.de/a119566


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http://schallplattenmann.de/artikel.html
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